Private Krankenversicherung für Beamte

Aufgepasst bei PKV Beihilfetarifen für Beamte. Wir erklären, wann die private Krankenversicherung sinnvoll ist und was bei der Tarifwahl entscheidend ist. Nutzen Sie unseren Vergleich mit Beratung von unabhängigen Experten.

Die 4 größten Fehler, die Beamte beim Wählen der PKV machen

  • Suche nach konventionellen Tarifen, anstatt Beihilfetarifen
  • Verzicht auf einen Anwartschaftstarif (für Beamte mit Heilfürsorge)
  • blind den Tarifempfehlungen der Kollegen vertrauen
  • sich keine Zeit für dieses wichtige Thema nehmen

Die PKV ist ein komplexes Themengebiet. Den passenden Tarif „mal schnell online finden“ ist nicht möglich. An der Beratung durch einen Experten führt kein Weg vorbei. Andernfalls laufen Sie Gefahr, schlecht abgesichert zu sein oder zu hohe Beiträge zu zahlen.

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Notwendigkeit einer Krankheitskostenversicherung für Beamte

Durch ihren Dienstherren erhalten Beamte eine finanzielle Absicherung ihrer Gesundheit. Allerdings ist diese in den meisten Fällen eingeschränkt, Bund oder Land übernehmen die Gesundheitskosten trotz Beihilfeanspruch nur anteilig. Somit somit sind Beihilfeberechtigte dazu gezwungen, zur Vorsorge eine ergänzende Krankheitskostenversicherung abzuschließen.

Es bieten sich gleich zwei Lösungen an, nämlich die gesetzliche und die private Krankenversicherung. Bevor wir diese im Detail betrachten, wird zunächst erläutert, weshalb die Notwendigkeit zur Eigenvorsorge besteht.

Abdeckung von Gesundheitskosten durch Beihilfe

Die meisten Bundesbeamte, Landesbeamte, Richter sowie noch einige weitere Staatsbedienstete mit Beamtenstatus sind per Beihilfe abgesichert. Rechtsgrundlage bildet die Bundesbeihilfeverordnung, zudem können die einzelnen Länder ergänzende oder eigene Regelungen geschaffen haben.

Im Krankheitsfall erhält die Person finanzielle Unterstützung, d.h. ein Teil der Krankheitskosten wird übernommen. Auf welche Höhe sich der Beihilfeanspruch beläuft, hängt vom Dienstherren ab. In den meisten Fällen werden 50 Prozent der Kosten übernommen. Die Kostenübernahme kann aber auch höher liegen, sogar für weitere Beihilfeberechtigte, wie z.B. Ehepartner oder Kinder.

Ein Teil der Kosten ist jedoch stets selbst zu tragen. Mit dieser Kostenlücke geht ein Risiko einher. Besonders Operationen oder auch Zahnersatz können kostspielig sein, weshalb eine zusätzliche Krankheitskostenversicherung benötigt wird. In der PKV übernimmt dies ein Beihilfetarif (auch Beihilfeergänzungstarif genannt), welcher die Versorgungslücke zuverlässig schließt. Die nicht von der Beihilfe übernommenen Anteile an Rechnungen erstattet der Krankenversicherer.

Bei den meisten Behandlungen findet ein Erstattungsverfahren statt. Der Privatversicherer zahlt den Betrag direkt an den Versicherungsnehmer. Bei sehr kostspieligen Eingriffen kann es wiederum sein, dass der Versicherer direkt mit der Klink abrechnet.

Beamte in der Heilfürsorge

Je nach Tätigkeitsfeld und Dienstherr sind einige Beamte nicht über die Beihilfe, sondern über die freie Heilfürsorge abgesichert. Hier ist eine vollständige Kostenübernahme gewährleistet, was vorrangig am beruflichen Gesundheitsrisiko liegt. Einen Heilfürsorgeanspruch haben z.B. viele Polizeibeamte und Grenzschutzbeamte.

Angesichts dieser Absicherung benötigen Beamte in der Heilfürsorge keine ergänzende Krankenversicherung. Allerdings müssen sie für die Zeit nach ihrem aktiven Dienst vorsorgen. Hierfür stehen Anwartschaftsversicherungen bereit. Weitere Informationen zu Anwartschaftstarifen sind weiter unten zu finden.

Weshalb sich fast alle Beamte privat krankenversichern

Theoretisch könnten sich Beamte für die gesetzliche Krankenversicherung entscheiden. Allerdings geschieht dies nur selten, nur die wenigsten sind bei einer Krankenkasse versichert. Grund ist der Beihilfeanspruch, der hier nur selten greift. Als Vollversicherung ist die GKV nicht beihilfekonform, gesetzlich versicherte Beamte erhalten keinen Kostenzuschuss. Außerdem leistet der Dienstherr keinen Arbeitgeberanteil. Während Arbeitnehmer nur die Hälfte ihres Versicherungsbeitrags selbst zahlen, müssten Beamte den gesamten Beitrag selbst tragen.

Im Regelfall wählen Beihilfeberechtigte die gesetzliche Krankenversicherung nur, sollte die PKV verschlossen bleiben. Letzteres kann z.B. wegen gesundheitlicher Gründe bzw. Vorerkrankungen passieren.

Voraussetzungen für die private Krankenversicherung

Die Mehrheit der Bürger kann nicht in die PKV eintreten. Grund sind die strikten Zugangsvoraussetzungen. Besonders die freiwillige Mitgliedschaft in der GKV (die ein Einkommen überhalb der Versicherungspflichtgrenze erfordert), stellt eine große Hürde dar. Staatsbedienstete sind jedoch besser dran. Sie müssen im Grunde nur zwei Voraussetzungen erfüllen, um Zugang zu den Beihilfetarifen der PKV zu erhalten.

Dienstverhältnis: Für Berufstätige mit Beamtenlaufbahn gilt keine Versicherungspflichtgrenze, d.h. sie können ohne Nachweis eines Mindesteinkommens in die PKV eintreten. Allerdings müssen sie wirklich verbeamtet sein. Eine Ausnahme gilt für Beamtenanwärter (z.B. Referendare), ihnen steht die private Krankenversicherung über Anwärtertarife ebenfalls offen.

Gesundheitszustand: Die privaten Krankenversicherer unterliegen keinem Annahmezwang von Beamten. Sie entscheiden selbst, wen sie aufnehmen. Sollte z.B. absehbar sein, dass eine Person sehr hohe Gesundheitskosten verursacht, kann sich ein Versicherer gegen die Aufnahme entscheiden. Somit ist der Gesundheitszustand von Bedeutung, es sollten keine schweren Vorerkrankungen bestehen. Deshalb bestehen einige PKV Anbieter auf eine Gesundheitsprüfung, andere verlangen zumindest die Beantwortung von Gesundheitsfragen.

Heilfürsorge: Rechtzeitig an die Anwartschaftsversicherung denken

Wie bereits angeschnitten, müssen Beamte mit Anspruch auf Heilfürsorge an die Zeit nach ihrem aktiven Dienst denken. Mit dem Ausscheiden erlischt der Heilfürsorgeanspruch. Eine finanzielle Absicherung besteht zwar immer noch, jedoch lediglich im Umfang der Beihilfe.

Sobald der frühere Dienstherr nur noch Beihilfe leistet, können ärztliche Behandlungen stattliche Restkosten nach sich ziehen. Diese Versorgungslücke lässt sich mit einem Beihilfetarif der PKV als Restkostenversicherung schließen. Allerdings sind die regulären Tarife aufgrund des meist fortgeschrittenen Alters dann nicht mehr zugänglich.

Zum Glück können Betroffene vorsorgen, indem sie rechtzeitige eine Anwartschaftsversicherung abschließen. Gegen einen sehr geringen Betrag bleibt die Versicherung für sie offen. Sie können dann später eintreten, ohne sich – eine entsprechende Tarifwahl vorausgesetzt – einer Gesundheitsprüfung unterziehen zu müssen.

Vorzüge der privaten Krankenversicherung

Sobald es um die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung geht, ist die Mehrheit der Beamten gut damit beraten, die PKV zu wählen. Sie bietet gegenüber der Mitgliedschaft bei einer Krankenkasse gleich mehrere Vorzüge. Hier die wichtigsten Vorteile in der Übersicht.

Individuelle Absicherung: Der Versicherungsumfang lässt sich exakt auf die persönlichen Bedürfnisse abstimmen. Wer z.B. Naturheilverfahren bevorzugt, kann entsprechende Leistungen (Heilpraktiker, Homöopathie, Naturheilkunde …) in seine Krankenversicherung aufnehmen.

Niedrige Beiträge: Im Vergleich zu den Krankenkassen schneiden die PKV Anbieter meist ein ganzes Stück günstiger ab. Grund ist die Prämie, die individuell festgesetzt wird und außerdem nicht an die Höhe des Einkommens gekoppelt ist. Außerdem gibt es PKV Tarife für Beamte mit Beitragsrückerstattung. Sollten innerhalb eines Kalenderjahres keine Leistungen vom Versicherer in Anspruch genommen werden, erfolgt die Rückerstattung eines Teils der Beiträge. Ebenso ist es oft möglich, den Beitrag durch Vereinbarung einer Selbstbeteiligung zu senken. Im Krankheitsfall würde der Versicherungsnehmer einen Selbstbehalt leisten.

Einige der Leistungen, die bei Wahl guter PKV Tarife verfügbar sind, möchten wir näher betrachten. Sie unterstreichen die Vorzüge einer guten Absicherung.

Schnelle Terminvergabe für den Facharztbesuch: Einige Fachärzte und Kliniken behandeln ausschließlich oder zumindest bevorzugt Privatpatienten. Wer z.B. als Kassenpatient einen Termin bei einem Rheumatologen erhalten möchte, muss häufig etliche Monate warten. Privatversicherte kommen bei vielen Ärzten früher dran.

Zuschüsse für Medikamente: Je nach Tarif werden die Kosten für Medikamente übernommen. Der Patient reicht einfach seine gesammelten Privatrezepte beim Versicherer ein, der ihm die in der Apotheke gezahlten Preise erstattet.

Vorteile bei Krankenhausaufenthalt: In so gut wie jedem PKV Vergleich wird auf Chefarztbehandlung und Einbettzimmer verwiesen. Bei stationären Aufenthalten im Krankenhaus sind diese Extraleistungen erhältlich und werden bei entsprechender tariflicher Absicherung vom Versicherer bezahlt.

Zahnbehandlung: Zahnersatz sowie ähnliche zahnärztliche Leistungen lassen sich gezielt in den Versicherungsschutz aufnehmen. Ein clever gewählter Tarif verspricht eine gute Zahnvorsorge.

Beamtenanwärter und Referendare

Der Eintritt in die PKV ist nicht erst nach erfolgter Verbeamtung möglich. Beamtenanwärter und Referendare können sich ebenfalls für die private Krankenversicherung entscheiden. Allerdings haben viele Anwärter keinen Anspruch auf Beihilfe. Deshalb werden von den Versicherern spezielle Tarife für die Anwärterzeit angeboten, die preiswert sind und zugleich eine vollständige Absicherung gewährleisten.

Gerade hier ist es wichtig, bei der Tarifwahl vorsichtig zu sein. Nicht nur während der Dauer als Anwärter muss die Krankenversicherung überzeugen. Gerade auf den späteren Versicherungsschutz (nach der Verbeamtung) kommt es an. Deshalb sollten sich Referendare und andere Anwärter unbedingt vom Experten beraten lassen.

Leistungen und Beitrag – was bei der PKV Wahl entscheidend ist

Leider gibt es zu viele Interessenten, die ihre private Krankenversicherung vorrangig anhand des Beitrags auswählen. Ein niedriger Monatsbeitrag ist erfreulich, jedoch darf er nicht das einzige Auswahlkriterium sein. Weitere Tarifeigenschaften sind bedeutsam, zumal eine Fehlentscheidung ärgerlich ist. Ein nachträglicher PKV Wechsel ist zwar möglich, kann aber erhebliche Schwierigkeiten und Nachteile mit sich bringen. Besser ist es, sich von Beginn an für die richtige Beamten PKV zu entscheiden.

Wichtige Auswahlkriterien bilden Beitragsstabilität und Altersrückstellungen. Es nützt wenig, wenn die Versicherung zunächst günstig ist, der Anbieter den Beitrag jedoch fortlaufend anhebt. Mit der Zeit drohen extrem hohe Beiträge. Als unabhängiger und neutraler Berater können wir Ihnen sagen, welche Versicherer seit Jahren mit stabilen Versicherungsprämien glänzen.

Ebenso muss die Flexibilität stimmen. Es ist z.B. immer gut, wenn sich der Versicherungsschutz nachträglich anpassen lässt. Einige Versicherer bieten eine Art Basisschutz an, von dem aus später immer noch in eine Premium-Absicherung gewechselt werden kann – und das im Idealfall ohne Gesundheitsprüfung.

Nichts riskieren: Kein Antrag ohne vorherige Fachberatung

Auf der Suche nach der passenden PKV informieren sich viele Beamte und Anwärter online. Doch aufgepasst, nicht jeder Tarif ist eine gute Wahl. Die private Krankenversicherung will im Detail auf die persönlichen Bedürfnisse des Versicherungsnehmers abgestimmt sein. Wer selbst kein Experte ist, kann in Anbetracht der vielen Tarifmöglichkeiten schnell eine falsche Entscheidung treffen.

Zumal eine Fehlentscheidung viel Ärger nach sich zieht. Ein nachträglicher PKV-Wechsel ist möglich, bringt aber einige Schwierigkeiten mit sich. Besser ist es, sich von Beginn für den richtigen PKV Beihilfetarif zu entscheiden. Außerdem ist das gar nicht so schwierig, mit unserer unabhängigen Beratung leisten wir wertvolle Unterstützung.

Unabhängige Beratung zur PKV für Beamte

Wir sind ein Verbund von Spezialisten aus der Branche. Viele unserer Berater sind seit mehr als 20 Jahren im Feld der privaten Krankenversicherung aktiv und haben schon tausenden Kunden (darunter etliche Beamte, wie z.B. Finanzbeamte, Lehrer, Polizisten und Richter) dabei geholfen, den passenden Schutz zu finden.

Unser Beratungsansatz verfolgt zwei Ziele. Zum einen legen wir großen Wert darauf, die Krankenversicherung individuell an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Zum anderen stellen wir sicher, dass unsere Kunden von niedrigen Beiträgen profitieren. Beim Vergleich privater Krankenversicherungen werten wir hunderte Tarifangebote verschiedener Privatversicherer aus, um am Ende die beste Lösung zu empfehlen.

Selbstverständlich ist unser PKV Vergleich für Beamte vollkommen unverbindlich und kostenfrei. Sie gehen kein Risiko ein und entscheiden letztlich selbst, ob und wo Sie einen Tarif abschließen. Es würde uns freuen, auch Sie beraten zu dürfen.

FAQ

PKV Vergleich vom Experten
Nutzen auch Sie unseren Vergleich für private Krankenversicherungen. Wir ermitteln den idealen Tarif, der auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Was ist bei der Versicherung im Bezug auf die Beihilfe zu beachten?

Beamte oder Beamtenanwärter mit Interesse an der PKV sollten zunächst wissen, ob sie Anspruch auf Beihilfe oder Heilfürsorge haben. Sofern ein Heilfürsorgeanspruch besteht, ziehen Behandlungen im Krankheitsfall üblicherweise keine Restkosten nach sich. Eine klassische private Krankenversicherung wird also nicht benötigt. Allerdings gilt es an die Anwartschaftsversicherung für die Zeit nach dem Ausscheiden aus der Dienstzeit zu denken. Weil dann nur noch ein Beihilfeanspruch besteht und nicht mehr alle Restkosten abgedeckt sind, darf die ergänzende Versicherung nicht fehlen.

Beihilfeberechtigte benötigen hingegen eine ergänzende Absicherung, indem sie einen Beihilfeergänzungstarif der PKV wählen oder sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Die Kostenübernahme erfolgt im Erstattungsverfahren. Der Versicherer begleicht zunächst seine Arztrechnung, der von der Versicherung abgedeckte Restbetrag wird erstattet.

PKV oder Krankenkasse – was ist besser?

Die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht beihilfekonform, eine Kostenübernahme wäre häufig nicht gewiss. Der Beamte müsste seinen Beitrag an die Krankenkasse vollständig selbst tragen. Die Tarife für Beihilfeberechtigte in der PKV punkten mit einer beihilfekonformen Absicherung im Krankheitsfall. Zudem lassen sich die Leistungen durch Wahl eines geeigneten Tarifs an die persönlichen Bedürfnisse abstimmen.

Wie erfolgt die Absicherung von Zahnbehandlungen?

Bestimmte Zahnbehandlungen, wie z.B. Zahnersatz, können trotz finanzieller Unterstützung durch Beihilfe und PKV Tarif, noch Restkosten nach sich ziehen. Entscheidend ist hier einzig und alleine die Tarifwahl. Es gibt Tarife, die eine vollständige Kostenübernahme bei Zahnbehandlungen vorsehen. Letztlich ist dies nur eine Frage der Kosten, weshalb sich viele Beamte für einen Tarif mit Selbstbehalt entscheiden. Einen Teil der Kosten tragen sie dann bei Zahnersatz oder ähnlichen Behandlungen selbst.

Wie steht es um die Beitragsentwicklung in der PKV?

Die Kosten im Gesundheitswesen haben einen großen Einfluss auf die Beiträge. Je mehr Krankheitsfälle zu behandeln sind, desto höher die Gesamtkosten. Im Vergleich zur GKV ziehen die Beiträge in der PKV jedoch langsamer an. Außerdem bilden gute Versicherer schon früh stattliche Altersrückstellungen. Sinn und Zweck der Altersrückstellungen ist es, den Anstieg der Behandlungskosten im Alter frühzeitig abzufangen. Für detaillierte Auskünfte zu diesem Thema stehen unsere Berater gerne zur Verfügung.